Auf Safari in Südafrika

Auf Safari in Südafrika

Aufgrund der unterschiedlichen Vegetationszonen ist Südafrika Heimat einer einmaligen Artenvielfalt. Wer Südafrika bereist, möchte unbedingt einige dieser wilden Tiere sehen und kann dies in einem der rund 20 Nationalparks oder in einem privaten Wildreservat tun. Aber es gibt darüber hinaus noch mehr spannende Orte, an denen tierisch was los ist.

Löwen
Die Löwen gehören zu den Big Five Südafrikas

Der Krüger National Park ist wohl der bekannteste Nationalpark und das Highlight vieler Südafrikareisen. Der Wildpark umfasst 20000 Quadratkilometer und beherbergt 147 Säugetierarten, 48 Fisch-, 114 Reptilien- und über 500 Vogelarten. Hier hat man die Chance, die Big Five – afrikanischer Elefant, Spitzmaulnashorn, afrikanischer Büffel, Löwe und Leopard – zu sehen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten mit erfahrenen Rangern auf Safari zu gehen: Neben der klassischen Tour, die mit dem Jeep durch den Nationalpark führt, kann man im Anschluss in der Wildnis campen, eine Lodge mieten oder als ganz besondere Highlight in einem Baumhaus über den Tieren die Nacht verbringen.

Pinguine
Aus einem einsamen Pinguin-Pärchen wuchs die ganze Kolonie am Boulders Beach

Der Boulders Beach in Simon´s Town, 40 Minuten mit dem Auto von Kapstadt entfernt, liegt in einem Nationalpark. Bekannt ist der Strand durch seine schwarz-weißen Bewohner, denn er ist das Zuhause von über 2000 Brillenpinguinen, die fast die einzigen wild lebenden ihrer Art in Afrika sind. 1983 beobachtete man dort ein einzelnes Pinguin-Pärchen, seitdem ist die Population rasant angestiegen. Über angelegte Holzstege kann man spazieren gehen und dabei die Tiere in Ruhe beobachten. In einer von insgesamt drei Buchten kommt man noch näher an die Pinguine heran, denn hier ist für die Besucher sogar das Baden erlaubt. Allerdings sollte man nicht zu sehr auf Tuchfühlung gehen, denn ein Biss kann sehr schmerzhaft sein. Da die Pinguine nachts im Wasser genauso gut sehen können wie tagsüber, tragen sie den Spitznamen „Eulen des Meeres“.

100 Kilometer von Kapstadt entfernt liegt der West Coast National Park. Dieser gilt mit dem türkisblauen Wasser und den endlosen Dünen als wahrer Geheimtipp und zählt zu den schönsten Feuchtgebieten des Landes. Hier leben bis zu 250 Vogelarten und im Frühling kommen zahlreiche Zugvögel aus Europa und Nordwest-Asien zum Überwintern.

Eine Begegnung der etwas anderen Art kann man an der Wild Coast Port St. John (200 Kilometer südlich von Durban) machen. Das grüne Küstengebiet und die Dünenwälder sind nahezu unberührt und von wild lebenden Kühen bewohnt. Diese kann man häufig am Strand treffen, während sie im Sand liegen und sich sonnen.

Kühe am Strand
Die ungewöhnlichen Strandbewohner an der Wild Coast

 

Achtung Flusspferd
Achtung Flusspferd!

Die Stadt St. Lucia, an der Mündung des Lake St. Lucia liegend, beherbergt ebenfalls einige spezielle Einwohner. In dem See leben rund 1200 Flusspferde und 2000 Krokodile, die man beobachten kann – dabei sollte man sich aber stets an ein paar Sicherheitsregeln halten, um ein unerwünschtes Zusammentreffen mit den Dickhäutern zu vermeiden: Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man sich nicht mehr zu Fuß in Seenähe aufhalten, nur langsam mit dem Auto fahren und auf querende Flusspferde achten. Außerdem sind das Baden oder das Flanieren am Seeufer verboten. Die Verkehrsschilder in der Stadt warnen vor den Flusspferden, die vor allem nachts zur Nahrungssuche aus dem Wasser kommen und sich dabei in der Stadt verirren können.

In St. Lucia befindet sich auf einer Fläche von 328 Hektar zudem noch ein kleineres Wildreservat, der ISimangaliso Wetland Park. Wie im Krüger Nationalpark hat man auch hier die Chance, die „Big Five“ zu sichten. Der Mittelpunkt des Parks stellt der See mit den vielen Flusspferden und Krokodilen dar, die man bei einer Bootsfahrt aus nächster Nähe sehen kann. Zusätzlich kann man die seltene Leatherback Schildkröte beobachten. Die nächtlichen Schildkrötenbeobachtungstouren finden zwischen November und Januar statt.

Neben den staatlichen Nationalparks gibt es zahlreiche private Wildreservate, eines ist das Sabi Sabi. Hier dürfen die Ranger, anders als in den staatlichen Wildparks, die Straßen verlassen und querfeldein fahren. Durch eine Funkverbindung zu anderen Rangern soll so die Chance erhöht werden, seltene Tiere zu sehen. In den privaten Reservaten sind weniger Touristen, man ist in kleineren Gruppen unterwegs, zahlt dafür aber einen höheren Preis.

Chamonix
Auch am Weingut Chamonix können Wildtiere von den Lodges aus beobachtet werden

 

Wie viele und welche Tiere man bei einer Safari tatsächlich zu Gesicht bekommt, ist natürlich immer auch Glückssache, dennoch ist es ein einzigartiges Erlebnis, die Wildtiere – ganz gleich ob in einem privaten oder in einem staatlichen Wildreservat – zu beobachten. Weitere interessante Reisetipps zum Reiseland Südafrika finden Sie hier.  Viel Spaß beim Entdecken!

 

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